Meine ersten Berührungspunkte mit dem Journalismus sind etwa 1990/91 gewesen. Damals haben meine Eltern ein Abo der Meinerzhagener Zeitung gehabt, um sich zu informieren. Als ich lesen konnte, habe ich die Zeitung gelesen – meistens auf dem Kopf, weil meine Eltern fanden, dass die Nachrichten nicht unbedingt etwas für Kinder seien. Was weltpolitisch war, hat mich nicht interessiert. Es war eh immer nur Krieg hier, Krieg da oder Krisen über Krisen. Nichts Schönes. Auch abends in der Tagesschau dieselben Themen, die eine grausame und gemeine Welt vermittelt hatten.

Bis heute finde ich das schlimm. Mir sind Themen lieber, die Hoffnung machen und die stehen im Feuilleton oder auch im Sport. Hier habe ich mich allerdings gefragt, warum nicht über Thema XY geschrieben wird. Das Konzept der Lokalzeitung kannte ich damals noch nicht. Mich hatte genervt, dass, egal, ob im Mantel oder Lokal, einfach nur über Fußball geschrieben wird. Als ob es nichts anderes geben würde. 

Ich hatte mir mehr Pferdesport oder Musikthemen gewünscht. Auch wenn sich mein Themengebiet inzwischen ausgeweitet hat, schreibe ich darüber noch am liebsten. Inzwischen gibt es kein Thema, worüber im Laufe der Jahre nicht geschrieben wurde. Schöne Themen wie Design, Kunst, Fotografie, Musik oder Sport liebe ich heute noch. Ratgeberthemen mag ich ebenfalls sehr gerne. 

Was mir wichtig ist, dass Themen sauber und solide recherchiert sind. Wenn ich diese verstanden und etwas dazu gelernt habe, verstehen auch deine Leser die.

Ich freue mich, von dir zu hören.